Proton, Das

Zur Zeit der Entdeckung des Protons war das Elektron als negativer Ladungsträger im Atom schon bekannt.

Entfernt man Elektronen aus einem Atom oder Molekül bleiben positiv geladene Teilchen zurück. Die positive Ladung steigt in gleichem Maße, wie negativ geladene Elektronen entfernt werden. Experimentell stellte man das durch das Beschießen von Gasen mit Elektronen fest. Durch den Beschuss wurden Elektronen aus den Gasen geschleudert und von einem negativen Pol angezogen. Bei Wasserstoff bildet sich der geringste positive Rest. Diesen Rest nennt man Proton.

Protonen sind grundlegender Bestandteil von Atomen. Das Proton hat den gleichen Ladungsbetrag, wie ein Elektron nur ist es nicht negativ, sondern positiv geladen. Die Masse eines Protons ist allerdings erheblich größer, als die eines Elektrons. Es ist 1836mal größer als ein Elektron und findet sich nur im Atomkern wieder. Es hat ein Gewicht von 1.67262·10-24g. Den Widerspruch, dass sich im Kern die positiven Protonen untereinander abstoßen müssten, erklärt man mit der sogenannten starken Kernkraft, die eine grundlegende Naturkraft darstellt und stärker als die elektrostatische Abstoßung wirkt. Man kann sich die starke Kernkraft, wie Klebstoff vorstellen, der Kugeln zusammen hält.

Das Wasserstoffatom: Entfernt man das einzige Elektron dieses Atoms bleibt ein positives Proton über. Daher spricht man bei positiven Wasserstoffionen auch von Protonen. [Bild 1] Protonen kommen in der Natur nie alleine vor. Bei Protolysereaktionen (Säure/Base-Reaktionen) werden Protonen von einem Stoff auf einen anderen übertragen.

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