mistel

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1

Dienstag, 27. Juli 2010, 20:37

Enthalpie beim rev. isobaren Prozess

Moin,

beim reversiblen isobaren Prozess eines idealen Gases entspricht die Enthalpie ja der Wärmemenge \dd H_p=q_p=C_p\dd T
Allerdings gilt ja auch: \dd H=T\dd S+V\dd p =0 (dS=0, da es ja reversibel abläuft).
Wo ist hier der Denkfehler?

Gruß,
mistel
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden worden ist, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Öhm

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2

Dienstag, 27. Juli 2010, 23:16

Hey,

kein Denkfehler. Das eine ist ein theoretischer, das andere ein experimenteller Zugang:

Die Enthalpie, dieses thermodynamische Potential ist nichts anderes als die (kanonische) Legendre-Transformation bzgl den konjugierten V, p mit der inneren Energie U. Dies führt auf genau deinen zweiten Zusammenhang ;)

Das ist einerseits zwar schöne theoretische Physik, aber andererseits kann ein Experimentalphysiker oder Chemiker in der Praxis wenig damit anfangen :( Deshalb gibt es einen anderen Weg um die Enthalpie experimentell zu bestimmen und dies ist dein erster Zugang. Hier hat man bei konstantem Druck (klar, isobar) in einem geschlossenen System einen reversiblen isobaren Prozess, welcher nur Volumenarbeit verrichtet. Die benötigte Wärme entspricht hier gerade der Änderung der Enthalpie.

Wenn ich nächstes WS endlich in der theoretischen Physik statistische Physik gehört habe, dann kann ich dir gewiss das ganze viel tiefgründiger erklären, aber bis dahin muss es auf dem Niveau bleiben :(

Gruß
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mistel

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3

Mittwoch, 28. Juli 2010, 09:44

Sorry, aber damit werde ich jetzt überhaupt nicht schlau.
Den ersten Absatz verstehe ich gar nicht. Legrendre und kanonische Basis hatte ich zwar schon gehört, aber mehr nicht (ich komme mir da immer so dumm vor, aber Doppelstudium Physik-Chemie und am liebsten noch Philosophie geht einfach nicht).


Ist doch eine Fundamentalgleichung, also keine Vereinfachung (ideales Gas, irgendwas konstant,...) oder so.

Zitat

den konjugierten V, p mit der inneren Energie U.

Meinst du H=U+pV?
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden worden ist, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Mittwoch, 28. Juli 2010, 20:10

Zitat

kein Denkfehler. Das eine ist ein theoretischer, das andere ein experimenteller Zugang:

Doch ein Denkfehler!
Das dS=0 klar- das gilt fürs Universum. Ich hab nicht zwischen System und Umgebung unterschieden: \underbrace{-\dd S}_\text{Umgebung}+\underbrace{ \frac{\dd q_{rev}}{T}}_\text{System}=\underbrace0_\text{Universum}
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5

Mittwoch, 28. Juli 2010, 20:52

Das System ist abgeschlossen und \delta A ^{vol}_{rev} = - p \mathrm{d}V. Kein Denkfehler, glaube ich zumindest.



Ist doch eine Fundamentalgleichung, also keine Vereinfachung (ideales Gas, irgendwas konstant,...) oder so.


Nein, das ist keine "Fundamentalgleichung", sonder dies geht aus einer Legendre-Transformation aus dem thermodynamischen Potential der Energie her. Ferner musst du mit dem Wort "Fundamental" behütet umgehen. Das Wort "Fundamental" hört man in dem Zusammenhang oft, ist aber schlecht, denn was man eigentlich damit meint, ist das die adjungierte geschlossene Einsform gerade die Gibb'sche Fundamentalform ist und aus dieser leitet man dann die Enthalpie ab.
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